Vita Spieß

„Sie filmt, als sei sie mit der Kamera verwachsen“
GRIP – Zeitschrift Filmhaus Frankfurt

Die gebürtige Bremerin (*1962) studiert Kunstpädagogik und Kulturanthropologie in Frankfurt am Main. Das Fotografieren ist schon früh ihre Leidenschaft, da ist der Schritt zum bewegten Bild schnell gemacht.

Seit 1992 filmt Vita Spieß - und zwar eindrucksvoll im wahrsten Sinne. Sie schafft mit ihrer außergewöhnlichen Bildsprache eine eigene Ästhetik, die Cutter in Schneideräumen sofort wiedererkennen. „Sie kann dem Abstrakten ein Bild geben“, beschreibt ein Redakteur ihren Stil. Ihre Bilder bestechen durch Klarheit und Intensität. RegiseurInnen und RedakteurInnen schätzen ihr Einfühlungsvermögen und ihre Fähigkeit, mit der Kamera Einstellungen und Perspektiven einzufangen, die vorher nicht sichtbar waren.

Als Produzentin bringt sie ihr großes Gespür für Menschen und deren Geschichten mit. Besonders genießt sie am Filmemachen die Teamarbeit. Der Austausch, das Zusammenführen von verschiedenen Ideen ist für Vita Spieß elementarer Dialog im kreativen Prozess.

Viele Filme, die sie als Kamerafrau fotografiert hat, sind preisgekrönt, wie zum Beispiel:

„Opernfieber“ (Kinodokumentarfilm, D/CH, 2005, Regie: Katharina Rupp)
Hessischer Filmpreis 2005 Bester Dokumentarfilm

„Hauptsache Lehmann“ (D, 2005, Regie: Birgit Lehmann)
Hessischer Filmpreis 2005 Bester Kurzfilm

„Als Hitchcock in Auerstedt auf Eiermann's Else traf“
(D, 1999, Regie: Birgit Lehmann)
F.W.-Murnau Kurzfilmpreis 2000
Bester Dokumentarfilm Toronto Worldwide Shortfilmfestival
Hessischer Filmpreis 2000
Goldenes Einhorn 2000 in Österreich